Geschichten vom Clown-Fux Klaus #4

08.April 2020
  • Geschichten vom Clown-Fux Klaus

Kapitel 4: 112 Ostereier

Ich, der Clown-Fux Klaus, muss gestehen, dass ich dieser Tage doch ziemlich aufgeregt bin, weil doch Ost…nein… West… Süd… wie heißt, das noch mal…Nordern…nein, das heißt anders…Ostern, glaube ich, ist. Ob das Südern, Nordern, Western oder Ostern heißt, ist Nebensache, Hauptsache, wir haben eine feine Zeit. Am Sonntag war ja schon der Palmsonntag, aber weder der Hauskater noch ich konnten irgendwo ums Haus oder im Haus eine Palme finden. Das einzige, was sich auftreiben ließ, war ein kleiner Bananenbaum, der derzeit Blattläuse hat. Wahrscheinlich steht unsere Palme irgendwo bei den Nachbarn. Aloisia meinte, dass es an diesem Tag um Palmkätzchen gehen würde, aber Kätzchen haben wir auch keines gefunden, nur unseren Hauskater halt, und da ist es lange her, dass er ein Kätzchen war. Wir hatten am Palmsonntag leider keine frischen Palmkätzchen im Haus, sondern einen nassen Bananenbaumkater, weil er wieder einmal quer durch den eingeschalteten Raschensprenger gesaust ist. Selber schuld, lieber Hauskater.

Da nun Western, Südern, Nordern und vor allem Ostern ist, dürfen der Hauskater und ich, der Clown-Fux Klaus, jedes Jahr beim Färben der Eier helfen. Kommenden Sonntag erwarten auch wir den Osterhasen, und damit er nicht die ganze Arbeit alleine machen muss, helfen wir drei gerne: Aloisia, der Hauskater und meine Wichtigkeit.

Aus diesem Grund binden wir uns alle drei eine Schürze um, suchen alle Eier zusammen, die wir finden können, kochen und färben sie dann. Der Osterhase holt sie schließlich heimlich in der Nacht ab und verteilt sie dann am Ostersonntag. Unser Hauskater und ich sind für das Einsammeln der Eier zuständig – das ist lustig! Wir flitzen so schnell wir können zuerst durch unser Haus, nehmen alles mit, was nach Eiern aussieht, um dann in Garten zu unseren Hühnern zu sausen und schließlich in die Nachbargärten. Letztes Jahr hatten wir 112 Stück, das war ein neuer Rekord, den wir heuer übertreffen wollen. Deshalb sammeln der Hauskater und ich schon seit Monaten, alles was irgendwie nach Ei aussieht und verstecken es einstweilen unter Aloisias Bett. Momentan sind in unserem Fundus 17 Eier, die vor Weihnachten gelegt wurden, ein paar Vogeleier von letztem Sommer, dann ungefähr zehn Eier, die wir in einem Blumengesteck fanden, das seltsamerweise niemals gegossen wurden, zwei Straußeneier, die irgendwie wie Fußbälle aussehen und ein goldenes Ei, das sogar tickt. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das ein echtes Ei ist, aber der Hauskater meint stets: „Ei ist Ei.“ Gut, dieses tickende Ei, das wir in Aloisias Schmuckschatulle gefunden haben, müssen wir wenigstens nicht mehr färben, das ist schon schön golden. Außerdem stibitze der Kater einige Sackerln Schokoeier aus Ritas Schokoladen-Lade. Rita ist übrigens auch eine Clownin, die eine eigene Lade für Schokolade hat, in der jetzt alle Schokoeier fehlen…

Wir sammeln also die Eier, Aloisia kocht sie dann in einem riesigen Topf, so ungefähr drei oder acht Stunden, so genau weiß ich das nicht, und dann bemalen wir die Eier mit verschiedenen Farben. Aloisia malt sogar manchmal Muster drauf, der Hauskater mag am liebsten gelb sowie grün und ich, der Clown-Fux, liebe es mit allen Farben gleichzeitig zu malen. Da ist es natürlich sehr praktisch, dass ich vier Pfoten habe. Jede Pfote bekommt einen Pinsel und los geht die Malerei. Das macht richtig Spaß!
Aber weshalb der Hauskater und ich nach dem Eierbemalen jedes Mal in die Badewanne müssen, verstehe ich nicht wirklich. Dort gibt es doch nur Badeenten, und die haben der Hauskater und ich doch schon vor einigen Jahren bemalt…komisch.

Wenn Aloisia dann mit der großen Reibebürste und viel Seife kommt, tauchen der Hauskater und ich ganz schnell unter oder verstecken uns im Schaumberg. So kann Aloisia gleich mit Südern, Western, Nordern und Ostern anfangen und als allererstes uns beide im Schaumberg suchen…hihihi… viel Spaß beim Suchen, Aloisia und euch allen, die ihr das lest Frohe Ostern, Western, Sündern und Nordern!

Es grüßt herzlich,

euer Clown-Fux Klaus