27.November 2025

"Wir können eindeutig sagen, dass Lachen hilft"

im Interview mit Primar Assoz. Prof. PD Dr. Thomas Benkö, Abteilungsvorstand der Kinder- und Jugendchirurgie in der Klinik Donaustadt

Im Interview mit Primar Assoz. Prof. PD Dr. Thomas Benkö, Abteilungsvorstand der Kinder- und Jugendchirurgie in der Klinik Donaustadt

Die Zeit vor einer Operation oder einer schmerzhaften Behandlung ist für Kinder und Jugendliche oft mit großen Ängsten und Unsicherheiten verbunden. In diesen sensiblen Momenten leisten die ROTE NASEN Clowns einen wertvollen Beitrag: Mit Humor, Empathie und Leichtigkeit schaffen sie eine Atmosphäre, in der Stress abgebaut, Vertrauen gestärkt und ein Stück Normalität in den Klinikalltag gebracht wird. 

Gerade auf Kinder- und Jugendstationen zeigt sich, wie wichtig ihre Besuche sind – sie erleichtern belastende Situationen, unterstützen die Verbindung zwischen Patient*innen, Eltern und Personal und tragen nachweislich zu einem positiven Heilungsverlauf bei. Dieses Interview mit Primar Assoz. Prof. PD Dr. Thomas Benkö, Abteilungsvorstand der Kinder- und Jugendchirurgie in der Klinik Donaustadt, beleuchtet eindrücklich, welche Wirkung die Clowns im klinischen Alltag entfalten und warum ihre Arbeit ein unverzichtbarer Teil ganzheitlicher Betreuung ist.

 

Für wie wichtig erachten Sie die Besuche der ROTE NASEN Clowns auf Ihrer Abteilung?

In einer Welt voller Herausforderungen und rascher Veränderungen müssen wir uns als Personal nicht nur Gedanken darüber machen, wie wir Therapiekonzepte anpassen oder neue Operationstechniken umsetzen, sondern auch über die Art, wie wir aufeinander zugehen. Denn Empathie und ein aufrichtiges Lächeln lindern nicht nur Schmerzen, sondern es öffnet auch Wege der Kommunikation. Der Beitrag der ROTE NASEN Clowns dazu ist enorm wichtig.

Welche Eigenschaften verbinden Sie mit den Clowns?

Ich verbinde nicht nur viele positive Eigenschaften mit den Clowns, sondern habe von ihnen etwas gelernt: Nämlich, dass das aufrichtige, echte Lächeln eine tiefere Form der Kommunikation öffnet und wir dadurch einen leichteren Zugang zu den Patient*innen finden, mit denen wir rasch eine emotionale Bindung aufbauen müssen. Denn es ist in unserer Arbeit wesentlich, dass wir mit einem fremden Menschen innerhalb kürzester Zeit Vertrauen aufbauen. Ein Lächeln ist der Weg, mit dem es leichter geht.

Was bemerken Sie, wenn Sie die Clowns in den Behandlungsalltag integrieren?

Die Eltern und Kinder sind mit einer Situation konfrontiert, die sie so nicht kennen und die sie nicht einordnen können. Und jede Form der Ablenkung ist ein positiver Gewinn. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Wirkung der Clowns nicht nur schmerzlindernd ist, sondern dass wir auch bessere Ergebnisse in der Erholung der Patient*innen sehen.

Würden Sie Clownbesuche auch anderen Einrichtungen empfehlen?

Unbedingt! Humor dort, wo er absurd erscheint, ist so wohltuend. Nach dem Motto: „Ein gesunder Mensch hat viele Wünsche, ein kranker Mensch hat nur einen.“ Die Frage ist dabei, wie der Weg zur vollständigen Genesung verläuft. Und was wir eindeutig sagen können, ist, dass Lachen hilft!

Gibt es noch etwas, dass sie ergänzen oder sagen möchten?

Mein Wunsch ist, dass die Clowns weiter regelmäßig zu uns kommen und unsere Partner bleiben. Wenn wir die Bedürfnisse der Kinder und Eltern in den Mittelpunkt stellen, dann sind die Clowns eines der Dinge, die dazugehören. Und genau das machen wir in der Klink Donaustadt: Wir stellen die Interessen der Kinder und Eltern in den Mittelpunkt, stellen uns Herausforderungen, um diese dann interdisziplinär und berufsgruppenübergreifend zu meistern. Und hier sind die ROTE NASEN Clowns ein Teil des Teams.

Danke für das Interview!

Damit Kinder auch in Zukunft vor Operationen und schwierigen Behandlungen ein Stück Leichtigkeit erleben dürfen, brauchen wir Ihre Unterstützung. Helfen Sie mit, dass unsere ROTE NASEN Clowns weiterhin Lachen, Mut und Zuversicht auf die Kinder- und Jugendstationen bringen können. Jede Spende trägt dazu bei, Ängste zu lindern und Heilung zu fördern.

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