Doppelinterview mit Anna Rossi (Clownin Toni) und Gabriela Fuchs (Clownin Wilma)
Wenn Jugendliche im Spital liegen, ist ihre Situation oft besonders herausfordernd. Zwischen medizinischen Behandlungen, Müdigkeit und Sorgen versuchen sie gleichzeitig, stark und „cool“ zu wirken. Für Eltern bedeutet diese Zeit ständige Anspannung, für das Klinikpersonal intensive Betreuung. Genau hier entfalten unsere ROTE NASEN Clowns, mit Ihrer Unterstützung, ihre besondere Wirkung: Sie schaffen Momente, in denen Humor, Leichtigkeit und echte Begegnung möglich werden. Indem sie Jugendliche ernst nehmen, ihre Stimmung aufgreifen und auch Eltern sowie Pflegepersonal ins Spiel einbeziehen, verwandeln sie Krankenzimmer für kurze Zeit in Orte voller Lachen, Fantasie und gemeinsamer Entspannung.
Der Besuch bei dem zwölfjährigen Leo im Spital in Innsbruck zeigt, wie eine solche Begegnung aussehen kann. Seit Jahren prägt seine Epilepsie sein Leben: Anfälle, Untersuchungen und wiederkehrende Spitalsaufenthalte gehören zum Alltag seiner Familie. Auch diesmal ist er seit mehr als zwei Wochen mit seinem Papa auf der Station. Die vielen nächtlichen Anfälle und die starken Medikamente machen ihn müde und erschöpft. Als Clownin Wilma und Clownin Toni das Zimmer betreten, beobachten sie genau, wie viel Energie Leo gerade hat – und beginnen behutsam ein kleines Spiel. Für einige Momente liegt im Zimmer etwas, das im Spitalalltag selten geworden ist: unbeschwerte Freude.
Wie es gelingt, gerade mit Jugendlichen solche Momente entstehen zu lassen, erzählen die beiden Clowninnen Anna Rossi (Clownin Toni) und Gabriela Fuchs (Clownin Wilma) im Doppelinterview. Sie berichten, warum es wichtig ist, Jugendliche genau dort abzuholen, wo sie emotional gerade stehen, warum auch Eltern oft eine wichtige Rolle im Spiel übernehmen und wie aus anfänglicher Müdigkeit oder Skepsis manchmal überraschend schnell eine lebendige Begegnung entsteht, die das ganze Zimmer mit neuer Energie füllt.