Tag der Gesundheit
Herbstbeginn ist ja schön, aber so irgendwie dann auch wieder nicht, finde ich, der Clown-Fux Klaus. Weshalb? Weil unser Hauskater und ich jeden Herbst zum Doktor müssen, also eigentlich zu zwei Doktoren, und bei beiden tut es weh. Also nicht so, dass clown-fux davon sterben müsste, aber doch schon weh, ziemlich weh. Aloisia nennt dies unseren „Tag der Gesundheit“. Unser Hauskater sieht das etwas gelassener als ich, aber er isst auch weniger Kuchen und Schokolade als meine Wichtigkeit. Wenn es nach mir gehen würde, würde ich so alle 17 oder 56 Jahre zu diesen Ärzten gehen, aber Aloisia ist da ganz streng und kutschiert uns immer pünktlich mit dem Traktor zu unseren Terminen.
Der erste Doktor heißt Doktor Zahnstein und ist, wie sein Name schon verrät, der Arzt für die Hauskaterzähne und das Clown-Fux-Gebiss. Während unser Hauskater stets flott fertig ist und sogar noch eine Zahnbürste geschenkt bekommt, weil seine Beißerchen so gesund und weiß sind, muss ich immer mindestes zwei Stunden auf diesem Zahnstuhl sitzen. Ja, drei Stunden lang werden die ClownFux-Zähne ganz genau angeschaut, sauber gemacht und manchmal muss Doktor Zahnstein auch noch bohren. Das dauert mindestens vier Stunden. Ich würde ja nichts sagen, wenn der gute Doktor wenigstens moderne Geräte sowie Bohrer hätte, aber… Unser Hauskater behauptet, dass dieser Doktor Zahnstein schon Aloisias Großmutter behandelt hat, was schon 87 oder 100 Jahre her ist. Deswegen muss der Zahndoktor sicher schon 130, 140 Jahre alt sein und seine Bohrer sind mindestens so alt, wenn nicht älter.
Diese Steinzeitbohrer brauchen gar keinen Strom aus der Steckdose, sondern nur die Doktorgehilfin Amanda. Weil der Bohrer an ein Fahrrad angeschlossen ist, das am Stand fährt. Will Doktor Zahnstein nun im Clown-Fux-Gebiss bohren, muss Amanda treten so schnell sie kann, dann dreht sich der Bohrer. Früher funktionierte das eigentlich ganz gut, aber seit sich Amanda beim Wandern einmal das Bein gebrochen hat, kann sie nicht mehr so kräftig treten. So dauert Bohren natürlich seine Zeit. Zum Glück gibt Doktor Zahnstein vorher allen eine Betäubungsspritze, also unserem Hauskater, mir, dem Clown-Fux, und Aloisia natürlich auch. Aloisia bekommt meistens gleich zwei oder drei, weil sie so groß ist. Aloisia verschläft schließlich regelmäßig die Bohrerei im Clown-Fux-Gebiss und muss von der schwitzenden, schnaufenden Amanda geweckt werden. „Wir sind fertig, ihr könnt jetzt zum nächsten Arzt fahren“, so Amanda, die das letzte Mal besonders lange treten musste, da mein 48. Zahn von links hinten ein ganz besonders tiefes Schokolade-Kuchen-Himbeer-Eis-Loch hatte.