Anschließend sahen wir noch einen Mann, der mit seinem Auto auf dem Radweg unterwegs war. Anscheinend hatte er etwas verwechselt, denn nicht nur, dass er statt einem Fahrrad mit einem Auto fuhr, nein, er kurvte auch noch in Schlangenlinien durch die Gegend. Irgendwann wurden die Schleifen zu groß und das Auto rollte auf die Ziegenweide, wo es im Sumpf steckenblieb. Die Ziegen sprangen gleich auf das Dach des Wagens, von wo sie in dieser Vollmondnacht eine tolle Aussicht hatten.
„Du siehst, Klaus, keine Gespenster, nur Menschen“, erklärte unser Hauskater, und ich wollte ihm glauben, als es plötzlich begann. Eine Mischung aus Gewitterdonner, Schlafreden und Husten war zu hören. Dieses eigenartige, jedoch regelmäßige Geräusch war laut und äußerst angsteinflößend. „Was ist das“, fragte ich unseren Hauskater, der ganz genau hinhörte und meine zitternde Pfote hielt. „Vielleicht ein Bär, oder ein Mammut oder ein Riesenwolf, oder alle Drei!“, stotterte unser Hauskater und versteckte sich schnell im Gebüsch.
Nun bekam ich es wirklich mit der Angst zu tun. Ganz laut rief ich um Hilfe und hüpfte vollkommen verwirrt herum. Meine Hilfeschreie schien auch der Bär, oder das Mammut oder der Riesenwolf, oder was immer das auch war, zu hören, denn plötzlich wurde es in einem Zimmer hell und das Fenster geöffnet. „Ruhe da unten“, ordnete der Bär-Mammut-Riesenwolf lautstark an, doch ich konnte mich nicht mehr beruhigen und rief weiter um Hilfe. „Hilfe, dir werde ich Hilfe geben, du Schreihals“, grummelte der Mammut-Riesenwolf-Bär und verschwand für kurze Zeit im Zimmer. Als das Riesenwolf-Bär-Mammut wieder erschien, holte es aus, und ehe ich mich versah, war ich von oben bis unten nass. Bevor ich herausfinden konnte, womit ich übergossen wurde, bekam ich auch noch einen Schlag auf den Kopf. Ein Topf, genauer gesagt ein Nachttopf wurde nach mir geworfen. „So eine Frechheit, mein schöner Pelz“, dachte ich, der Clown-Fux, mir noch bevor ich ohnmächtig wurde.
Das nächste woran ich mich erinnern kann, ist die Badewanne, in die mich Aloisia gesteckt hatte. Außerdem hatte ich einen Kopfverband. Als ich Aloisia vom Bär-Riesenwolf-Mammut erzählte, lächelte sie nur, seifte mich ordentlich ein und murmelte: „Jeder hat einmal schlechte Träume.“ Wenn Aloisia bloß wüsste…
Es grüßt herzlich,
euer Clown-Fux Klaus
Frage: Wer von euch hat diesen Bär-Mammut-Riesenwolf auch schon gehört oder gesehen?