Nun soll ein EKG die Herztätigkeit von Johannes überprüfen, dafür müssen die Sensoren mittels Klebestreifen an Johannes' Brust angebracht werden, was dem kleinen Mann gar nicht recht ist.
Doch ich bin schnell mit meinen eigenen Meeres-Pickerl zur Stelle, klebe sie ihm auf seine Knie aber auch mir auf die Handrücken. Der kleine Junge gluckst vergnügt auf und sein Lachen ist der erste Ton, den er von sich gibt. Doch damit nicht genug, seine Knie-Pickerl scheinen auf magische Art und Weise musikalisch zu sein. Jedes Antippen erzeugt einen eigenen Sound und abwechselnd spiele ich einen groovigen Beat auf unseren eigenen Stickern.
Nebenbei kann die Krankenschwester problemlos ihm die „richtigen“ Klebestreifen anbringen. Johannes scheint gar nicht mehr Notiz davon zu nehmen. Zusammen lachen und staunen wir, bis es mit der Blutabnahme wieder ernst wird.
Zwar kann ich ihm da den Schmerz der Behandlung nicht gänzlich nehmen, doch die Krokodilstränen sind schnell weggewischt, als Johannes sieht, dass ich meine Sticker nicht mehr ablegen kann, sie kleben an meinen Fingern fest. Ich versuche, sie in hohem Bogen in den Mistkübel zu werfen, aber der aufmerksame Johannes entdeckt sie immer wieder an meinen Fingern.
Ich verzweifle immer mehr, aber er ist dafür umso erfreuter und so können wir auch das unangenehme Klebestreifen-Entfernen schnell überbrücken. Während wir uns gemeinsam auf dem Weg zum Ultraschall machen, kleben diese Biester immer noch an mir und Johannes' Lachen ist in der ganzen Ambulanz zu hören und ich pfeife wieder: Don't worry..be happy!! ;-)