22.April 2026

"Die Clowns nehmen den Kindern die Angst"

Im Gespräch mit DGKP Karin Rieser, Stationsleitung Kinderstationen des Kardinal Schwarzenberg Klinikums.

Wenn Worte an ihre Grenzen stoßen und ein leises Lachen Türen öffnet, sind sie zur Stelle: unsere ROTE NASEN Clowns. Auf Kinderstationen bringen sie etwas mit, das im Klinikalltag unbezahlbar ist: Leichtigkeit, Nähe und ein Stück unbeschwerte Kindheit. Zwischen Untersuchungen, Behandlungen und Sorgen schaffen sie Momente des Aufatmens. Humor wird hier zur Brücke zwischen Kind und Pflegepersonal, zwischen Anspannung und Vertrauen. Wie nachhaltig und wertvoll diese Besuche sind, zeigt das folgende Gespräch mit DGKP Karin Rieser, Stationsleitung Kinderstationen des Kardinal Schwarzenberg Klinikums. Sie erzählt uns, welche positive Wirkung die Gesundheitsclownerie auf Kinder, Eltern und das gesamte Pflegeteam entfalten kann.

 

Vielen Dank, dass Sie sich für ein paar Fragen zur Verfügung stellen. Seit wann kennen Sie die Clowns denn schon?

Ich kenne die ROTE NASEN Clowns bereits seit vielen Jahren. Ich bin schon seit über 30 Jahren im Berufsleben und kenne sie von Beginn an.

Für wie wichtig erachten Sie denn die Besuche der ROTE NASEN Clowns?

Die Besuche der Clowns sind mir äußerst wichtig. Es ist eine absolute Bereicherung für die Kinder und auch fürs Personal. Es lockert den Arbeitsalltag auf und verbessert die Stimmung. Durch diese kreativen, humorvollen Einlagen, die sie machen oder durch die Gespräche mit ihnen lösen sich Stresssituationen und Spannungen. Ich kann mir die Clowns absolut nicht wegdenken.

Können Sie sich an ein besonders berührendes Erlebnis mit den Clowns erinnern?

Das sind die Momente nach einem Clownbesuch, wenn die Kinder bei der Tür stehen und ihnen nachschauen. Wenn man das Lächeln bei den Kindern sieht, sie ganz locker werden, lachen und Spaß haben. Manche Kinder laufen ihnen dann noch nach und es ist so eine positive Atmosphäre. Da denkt man sich, wie super, dass sie da waren.

Wie nachhaltig sind denn die Clownbesuche für die Kinder? Hält die Stimmung danach noch an?

Die Stimmung hält definitiv an. Vor allem sind die Kinder ein bisschen zugänglicher danach. Sie erleben beispielsweise mit, dass auch wir vom Personal mit ihnen Spaß haben. Dadurch sind die Kinder für uns im Umgang etwas offener.

Das heißt, inwiefern können die Clowns Sie auch in Ihrer Arbeit unterstützen?

Die Clowns können den Kindern die Angst in der Kontaktaufnahme nehmen. Sie helfen uns auch in der Kommunikation. Sie nehmen ihnen ein bisschen die Angst vor dem Gegenüber, dem Arzt oder der Pflegekraft. 

Würden Sie die Clownbesuche auch anderen Einrichtungen oder Stationen empfehlen?

Auf jeden Fall.

Was würden Sie denn unseren Spendern und Spenderinnen sagen, wenn Sie ihnen etwas mitgeben könnten?

Es ist so wichtig, dass die Clownbesuche weiterhin finanziert werden, um sie regelmäßig aufrecht zu halten. Dafür möchte ich mich bedanken.
 
Vielen Dank für das Interview!

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