Die Mitgliedsorganisationen der Initiative "Vergissmeinnicht" posieren vor der Wiener Gloriette.

Vergissmeinnicht-Initiative

18.April 2018

ROTE NASEN sagt DANKE für Testamentspenden

Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament

Die Österreicher haben gemeinnützige Organisationen im Vorjahr mit rund 60 Millionen Euro in Form von Testamentspenden unterstützt – ein neuer Höchststand hierzulande. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung des Fundraising Verbands Austria. Als Zeichen des großen Danks und der Anerkennung pflanzten Mitglieder von „Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament" im Schlossgarten Schönbrunn symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen. Die 78 Mitglieds-Organisationen sagten damit gemeinsam DANKE an ihre TestamentspenderInnen. Mit ihren Vermächtnissen ermöglichen sie wichtige gemeinnützige Projekte und gestalten so die Zukunft für kommende Generationen mit.

Rund 60 Millionen Euro betrugen 2017 die Testamentspenden zugunsten gemeinnütziger Organisationen. Dies sind beinahe 10 % des gesamten Spendenaufkommens in Österreich. „Jeder 10. Spendeneuro wird also mittlerweile über Testamente gespendet!", zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht, beeindruckt.

Testamentspenden bei den ÖsterreicherInnen immer beliebter

Rund 14 Prozent der ÖsterreicherInnen über 40 Jahren können es sich laut Umfrage des Market-Institutes vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken. Im Jahr 2012 waren es vergleichsweise erst 8 %. „Umgerechnet in absolute Zahlen sind heute über 650.000 Personen und damit um 291.000 mehr als 2012 am Testamentspenden interessiert.", zieht Lutschinger Bilanz. Wichtigstes Motiv hinter einer Testamentspende ist der „gute Wille" sowie die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für eine wichtige Sache einzusetzen.

ROTE NASEN Mitarbeiterin posiert neben Blumentopf mit Vergissmeinnicht und pflanzt symbolisch Vergissmeinnicht
© Ludwig Schedl

Auch ROTE NASEN nehmen an der Vergissmeinnicht-Kampagne teil, der Initiative für das gute Testament. Hannah Frericks hat im Namen von ROTE NASEN Vergissmeinnicht eingepflanzt.

Informationsbedarf beim Thema Erben

Nur 35 % der ÖsterreicherInnen über 60 Jahren haben ein Testament verfasst und viel zu wenige Menschen wissen, dass man neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation in seinem Testament bedenken kann. „Mit unserer Initiative möchten wir in neutraler Form informieren und auf diese Möglichkeit aufmerksam machen.“, so Günther Lutschinger. 

Vergissmeinnicht im Schlossgarten Schönbrunn - ein geschichtsträchtiger Ort

In Erinnerung an die Legatare wird heuer erstmals der Schlossgarten Schönbrunn mit den blau blühenden Vergissmeinnicht-Pflanzen bereichert, und zwar an einem besonders geschichtsträchtigen Ort – beim Familienmonument von Maria Karolina, Tochter von Maria-Theresia und Königin von Sizilien. Ihr Wunsch war es, dass rund um ihr Denkmal vier Blumenbeete ausschließlich mit Rosen, Vergissmeinnicht und der sogenannten Gedächtnisblume in Erinnerung an vier ihrer Kinder gepflanzt werden.

„Nach ihrem Tod geriet diese große Habsburgerin in Vergessenheit. Umso mehr freut es mich, dass ihr und der vielen Vermächtnisgeber, die mit ihrer Testamentsspende Großes bewirken, mit der Pflanzaktion von Vergissmeinnicht gedacht  und ihnen dadurch die Liebe, der Respekt, die Dankbarkeit und die Anerkennung zu Teil wird, die sie verdienen.“, führte Kunsthistorikerin Eva Maria Baumgartner aus.

Über Vergissmeinnicht

„Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 78 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tun kann.